
Foto: Andreas Martin
Waging: TSC Merings Kunstturnerinnen erkämpfen sich einen Relegationsplatz um den Verbleib in der Landesliga eins.
Seit Jahren turnt der TSC Mering erfolgreich in der bayerischen Turnliga und kämpft dabei um den Verbleib in der Landesliga eins. Die Konkurrenz ist hart und kommt vorwiegend aus den bayerischen Kunstturnzentren.
Im ersten Ligawettkampf der Saison landete Team Mering auf dem achten und letzten Platz. Der unmittelbare Abstieg in die Landesliga zwei drohte, sollte Mering im 2. Saisonwettkampf kein besseres Ergebnis einfahren.
Intensiv vorbereitet und trotzdem ungewohnt nervös gingen in Waging die Turnerinnen Ricarda Martin, Karolina Tränkl, Bettina Fuchs, Carina Umlauf, Amelie Vareille, Paula Nusko, Katharina Steinbach und Maike Tolks in ihren zweiten und entscheidenden Turnwettkampf.
Den Anfang machte der Boden, Merings Paradegerät. Ricarda Martin turnte bis zur letzten Bahn eine perfekte, ausdrucksstarke Übung. Dann musste sie überraschend einen Drehspreizsprung abbrechen, der damit nicht zählte. „Der letzte Schritt war viel zu groß, ich konnte nicht mehr abspringen“. Trotzdem erhielt sie mit sensationellen 14,25 Punkten die beste Bodenwertung aller Turnerinnen. Auch Karolina Tränkl trumpfte auf. Ihr gelangen erstmalig alle schweren akrobatischen Verbindungen, auf die sie hin trainiert hatte. Das Team jubelte und freute sich mit ihr.
Am Sprungtisch lagen kurz die Nerven blank, nachdem sich das Einturnen schwierig gestaltete. Die Wettkampfsprünge gelangen dann alle, erleichtert wechselten die Turnerinnen zum dritten Gerät, dem Stufenbarren. Ricarda Martin und Amelie Vareille zeigten kraftvolle Übungen ohne Zwischenstopp. Die anderen hatten Schwierigkeiten mit dem „Konter“, einem Flugteil vom unteren zum oberen Holm und die Turnerinnen waren insgesamt nicht ganz zufrieden mit ihren gezeigten Übungen.
Am Schwebebalken war Ricarda Martin die einzige Meringer Turnerin, die ihre schwere Balkenkür sicher präsentieren konnte. Alle anderen mussten einen Sturz vom Gerät hinnehmen. Die Wertungen ließen sich trotzdem sehen, da keine weiteren Fehler dazu kamen.
Nach dem doch insgesamt durchwachsenen Durchgang wusste niemand, wo Mering im Gesamtfeld landen würde.
Die Tainerinnen Ingrid Martin und Sonja Wolf hingegen waren trotz aller Probleme sehr zufrieden mit dem Wettkampfverlauf „Ihr habt alles gegeben heute. Bei diesen schweren Übungen passieren Fehler, sowohl im Training, als auch im Wettkampf. Das geht den anderen Vereinen auch so. Der Anspruch, dass alles perfekt gelingt, ist sehr hoch gegriffen und gelingt eher selten“.
Bei der Siegerehrung wurde es noch einmal richtig spannend. Atemlos verfolgten die Turnerinnen deren Verlauf. Der TSC Mering landete mit 138,850 Punkten auf dem fünften von acht Plätzen, der Jubel war riesig, die Erleichterung greifbar.
Im Endergebnis nach zwei Wettkampftagen erreichte das Meringer Team den siebten Tabellenplatz und entkam damit dem achten Rang, der zum direkten Abstieg geführt hätte. Damit wird das Team zur Relegation eingeladen und hat hier eine reelle Chance, sich den Verbleib in der Liga endgültig zu sichern. Die Relegation findet am 28.11.2026 in Illertissen statt.
Es bleibt also spannend in Merings Kampf gegen den Abstieg.
Den Saisonsieg 2026 und damit den direkten Aufstieg in die Oberliga holte sich der TSV Waging.

Foto: Andreas Martin
